Der Flowzustand

Liebe Brickboxer, 

dies wird ein längeres philosophisches Email, deswegen unterteile ich es gleich hier zu Beginn in zwei Teile. 

Als ersten Teil und als die wichtigste Komponente dieser Email, möchte ich mich bei unseren zwei Helden Franz Hopfenwieser und Anton Lengyel bedanken. Beide haben sich aufopferungsvoll und mit völliger Hingabe dem Projekt „Pullupstange neu“ verpflichtet und in einem unglaublichen 12 h „Tour de Force“ alle neuen Pullup-Stangen auf alle Ewigkeit befestigt. 

Sie haben sich somit in die Herzen aller gegenwärtigen und zukünftigen Generationen von Brickbox Athleten gearbeitet und auch mir als Unternehmer mit ihrem Einsatz neue Motivation & Energie für viele weitere Jahre gegeben. Dazu später mehr im zweiten Teil. Somit möchte ich mich in diesem Teil herzlichst bei beiden bedanken und widme mich nun im zweiten Teil der Lernerfahrung, die mir beide, in nur einem Tag gezeigt haben…

Von Arbeitsethos, Bescheidenheit, Dankbarkeit, Freundschaft, von kleinen Systemen auf große Systeme. 

Beobachtung:

Ich denke die Arbeitskollegen von Franz und Anton können sich glücklich schätzen mit solch herausragenden Persönlichkeiten zu arbeiten. Beide sehen Arbeit nicht als Last oder als notwendiges existenzielles Übel um den eigenen materialistischen Bedürfnissen zu dienen. Ich habe beobachtet mit welcher Leidenschaft sie ihrem Tun nachgehen und dabei in einen Zustand völliger Konzentration aufgehen. (Franz und Anton haben den ganzen Tag nichts gegessen, ich musste sie am Ende fast zum Essen zwingen und wollte sie schon mit einem Katheter flüssig ernähren) 

Im Übrigen wird dieses Gefühl der völligen Konzentration in der Psychologie auch als Flowzustand bezeichnet. 

Nun von meiner Beobachtung auf meine Schlussfolgerungen was man von den Beiden lernen kann. 

Wir leben in einer Zeit in der wir gefühlt alles bekommen können. Instant-Unterhaltung ohne Werbeunterbrechung über Netflix, Instant-Konsumgüter über Amazon Prime geliefert noch am gleichen Tag. Instant-Friendships über Facebook durch Freundschaftsanfragen. In einer Gesellschaft, die scheinbar getrieben ist von Konsum, Profitwahn, sofortiger Belohnung, und Blackfridays, habe ich am Samstag zwei Männer beobachtet die in völliger Zufriedenheit etwas produzieren ohne dabei eine Gegenleistung zu erwarten. (Das ist zumindest meine Vermutung) 

Hier habe ich mir nun die Frage gestellt, was treibt sie an? Warum verschenken sie ihren Samstag? Warum verschenken sie ihre kostbare Zeit? Warum arbeiten sie 12 h durchgehend Überkopf?  Gibt es da eventuell mehr, das unsere Gesellschaft zusammenhält? Mehr als Geld, Kapital und materielle Belohnung? Ist es der Flowzustand der sie motiviert? Es fällt mir schwer das Gefühl zu verbalisieren, das nach einem langen Arbeitstag und getaner Arbeit entsteht. 

Es ist ein Mischgefühl aus Dankbarkeit, Zusammenhalt, Glückshormonen und das Gefühl etwas von Wert geschaffen zu haben, das auch zukünftige Generationen nutzen können. Sowas in der Art wird es wohl sein. Für mich war dieses Gefühl auf jeden Fall so wertvoll, dass ich mich nun seit Samstagabend mit diesem Thema beschäftige und versuche diese Gedanken nun zu verbalisieren um hier wahrscheinlich auch wieder zukünftigen Generationen etwas von Wert zu hinterlassen. 

Vom kleinen System Brickbox zum großen System Menschheit:

Ich denke das wird es wohl sein. Der langfristige Antrieb. Der Wert der eigenen Arbeitsleistung für die nachkommenden zukünftigen Generationen. Langfristige Anerkennung und Respekt. Kurzfristig ist es wohl der Flowzustand und die Hormone, die unter physischer Last entstehen. Ganz egal was es ist, es war auf jeden Fall eine Lernerfahrung, welche ich mit euch teilen will. Weil ganz egal an was ihr gerade arbeitet, ich denke ihr werdet ähnliche Erfahrungen machen. 

In diesem Sinne wünsche ich uns allen weitere Jahre mit vielen Lernerfahrungen! 

#wecreate #walkthetalk

Ps: Wir werden am Mittwoch ein Honor-Wod für Anton & Franz veranstalten, um ihre Leistungen zu ehren.  Im Anhang auch noch ein paar Impressionen vom Samstag.

Liebe Grüße

Peter

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